Wortschmiede

Von der Kunst des Schreibens

 

Reden ist Silber.

Schreiben ist Gold.

Schreiben ist ein Erkenntnisweg. Wer schreibt, setzt sich aus. Preisgeben muss er sich deshalb noch lange nicht. Vielmehr ist die Arbeit mit dem Wort ein alchemistischer Prozess, in dem wir lernen, dem Erlebten die Essenz zu entlocken, Gefundenes in Erfundenes zu verwandeln, unseren Worten Wirkungskraft zu geben und der Sprache dabei dennoch ihr Geheimnis zu belassen. Im Wechselspiel von Inhalt und Form entsteht so das Neue, das noch nicht Gesagte, einzigartig und wahr und richtig gut erzählt.

 

 

Seminar-Termine

25. bis 27. März 2022

Kurz, knackig, ausdrucksstark
Eine Einführung in das Schreiben von Kurzgeschichten

Viel sagen mit wenig Worten, den Leser schon mit den ersten Sätzen packen, wer möchte das nicht können? Atmosphäre erzeugen, unmittelbar ins Geschehen einführen, mit überraschenden Wendungen auftrumpfen, scharf umrissene Protagonisten zeichnen, pointierte Schlusspunkte setzen, für all das steht die Form der Kurzgeschichte.

Zwar sind die Gattungsgrenzen der Kurzgeschichte heutzutage etwas ausgefranst, aber noch immer ist es eine Herausforderung, dieser Form gerecht zu werden.
Doch gerade die kurze Form entspricht der Schnelllebigkeit unserer Zeit, in der Kürzestgeschichten sogar getwittert werden. Sie entspricht aber auch der Art, wie wir die Welt wahrnehmen: Das Detail spricht für das Ganze, das Ganze zeigt sich bruchstückhaft und am Ende bleiben viele Fragen offen. Denn Kurzgeschichten wollen auch irritieren. Sie fordern die ganze Aufmerksamkeit des Lesers und so knapp sie daher kommen, sie erzeugen eine lang anhaltende Wirkung.
In diesem Workshop werden wir uns der modernen Kurzgeschichte theoretisch nähern, ihre Charakteristika untersuchen, ihre Entstehungsgeschichte beleuchten, vor allem aber uns selbst schreibend an ihr erproben.
Im Mittelpunkt werden aktuelle Themen stehen, die uns beschäftigen, sie sind das Rohmaterial jeder Kurzgeschichte, ebenso die Protagonisten und der Ort des Geschehens.
Die Technik, knapp und ausdruckstark zu schreiben, kann man auf viele literarische Gattungen übertragen und auch im realen Leben oft sehr gut gebrauchen. Und ganz nebenbei macht es einfach Spaß, sich darin zu erproben.

 

Ort

Thomas-Morus-Akademie,
Bensberg bei Köln

Information & Anmeldung

Bitte melden Sie sich direkt bei der Thomas-Morus-Akademie an:
Telefon: 02204 408472,
E-Mail: akademie@tma-bensberg.de
Thomas-Morus-Akademie

24. bis 30. Juli 2022

Schreiben

Das Wort ergreifen, es formen und aus all den vielen Eindrücken einen neuen, authentischen Ausdruck schaffen, das ist Schreiben. Ein kühnes Unterfangen, das eine gehörige Portion Vertrauen und Offenheit von uns verlangt, denn beim Schreiben begegnet man immer auch sich selbst. Doch was gibt es Spannenderes als interessante Begegnungen?

Schreiben ist immer ein Akt der Korrespondenz. Wir haben etwas im Kopf, das uns umtreibt, es will auf das Papier oder in den Laptop. Kaum steht es dort, entwickelt es eine Art Eigendynamik; nicht wir bestimmen, wie die Story läuft, sondern die Geschichte selbst fängt an, sich zu erzählen. Und auch sind es nicht allein die Wörter, die einen guten Text ausmachen, all das Nichtgesagte schwingt ebenso mit, die Melodie, der Sound, die Brüche, die Spannungsbögen. Und da kommt die Lust ins Spiel, mitzugehen, mit dem, was entstehen will, das Terrain zu erforschen und sich selbst dadurch zu erweitern.

Wir schreiben gemeinsam vor Ort an Themen, die uns bewegen, eines davon wird das Spannungsfeld von Sicherheit und Freiheit sein. Egal, ob ein Gedicht entsteht oder der Beginn einer Erzählung, im konstruktiven Austausch über das Geschriebene arbeiten wir an unseren Texten, bis wir sie schlussendlich in Auszügen präsentieren werden. 

Ort

Sommerakademie Rheinau
Schaffhausen, Schweiz

Information & Anmeldung

Dieses Seminar wird von der Sommerakademie Rheinau veranstaltet.
www.sommerakademie-rheinau.ch
Telefon: (+41) 052 3014 229
E-Mail: info@sommerakademie-rheinau.ch

2. bis 4. September 2022

Magie des Ortes.

Was die Landschaft mit der Story und dem Schreiben macht.

Beim Schreiben von Geschichten gelten die fünf großen W: Wer macht Was, Wo, Wann und Wie. Man könnte noch hinzufügen: Warum und Wozu. Doch ganz egal, wer was zu erleben hat, mit dem ersten Satz entsteht der Raum der Geschichte und fast immer stellen wir uns diesen sogar sofort vor, zumeist ohne je dort gewesen zu sein. Ob stille Kammer, laute Großstadtszenerie, Schlosspark oder Wüste, der Ort der Handlung bringt seine Geschichte mit und legt sie wie einen Teppich unter das zu Erzählende. Der Ort ist der Tempel, in dem sich die Geschichte ereignet. Templum heißt Spielstätte.

„Hier war es!“, so beginnt Christa Wolffs Erzählung Kassandra. Hier! Und ein Geheimnis des Erzählens ist, je besser die Autor*in diesen Ort kennt, desto weniger muss sie ihn beschreiben. Orte sorgen für die Magie im Text. Wie sie den geheimen Boden der Erzählung ausmachen, so beeinflussen sie auch den Erzählenden. Nicht umsonst suchen Schriftsteller*innen immer wieder besondere Orte auf. Sie dienen der Inspiration, sorgen zugleich für Abstand vom Alltäglichen und erlauben das Finden der neuen Erzählräume.
Und genauso gehen wir in diesem Workshop vor. Schloss Blumenthal, an diesem besonderen Ort, fern des Alltags, widmen wir uns den spannenden Orten unserer Geschichten. Schreibend, ergründend, im Austausch, beim Überarbeiten und garantiert mit Freude.

Gearbeitet wird an eigenen Projekten (so vorhanden), die wir einander vorstellen und diskutieren, und an Texten, die vor Ort entstehen.

Für Anfänger*innen und Fortgeschrittene gleichermaßen. Wir entwickeln Themen und Texte auch unmittelbar im Zusammensein vor Ort.

Ort

Akademie Schloss Blumenthal
Aichach-Klingen
Zur Website der Akademie

Information & Anmeldung

Dieses Seminar wird von freie.kunstakademie.gerlingen veranstaltet.
www.fka-gerlingen.de
Telefon: 07156 4072192
E-Mail: info@fka-gerlingen.de